Golf im Kampf gegen Leukämie

Beim Benefiz-Golftrunier für den Leukämie erkrankten Bernd kamen 1500 Euro zusammen.

Gerd Wanken vom Bitburger Haus der Jugend war hoch erfreut als ihm Erwin Trappen, Geschäftsführer des Golfclubs Südeifel , einen Scheck im Wert von 1500 Euro überreichte. 41 Golfspieler starteten seit 9 Uhr am Sonntagmorgen und ihr Startgeld floss in jene Summe, die Trappen am Abend überreichte. Die Golfer kamen zum Golfclub Südeifel in Baustert, um eine Benefizturnier für den an Leukämie erkrankten Bernd aus Koosbüsch zu spielen. „Das ist toll“, bedankte sich Wanken und betonte, dass dieses Geld für die Suche nach einem geeigneten Knochenmarkspender für Bernd verwendet wird. Kurz vor den Sommerferien ereilte Bernd und dessen die Hiobsbotschaft, dass er an Leukämie erkrankt sei. Kurz danach musste er sich einer ersten Chemotherapie unterziehen, gleichzeitig begann die Suche nach einem geeigneten Spender. Da Bernd eine besondere Stammzellenkombination hat, gestaltet sich die Suche sehr schwierig“, teilte die DKMS, eine von drei Knochenmarkspenderdateien mit. Dennoch fand unlängst in Wißmannsdorf eine so genannte Typisierung statt, um einen Spender zu finden. „Weil die Krankenkassen die Kosten für eine solche erste Bestimmung nicht übernehmen, finanzieren wir die Typisierung durch Spenden“, sagt die DKMS. Um einen Teil dieser Kosten für die Fahndung nach Bernds etwaigen Spender zu finden, wurde das Benefizturnier veranstaltet. „Wir helfen gerne, gerade wenn es darum geht, ein Menschenleben zu retten“, sagte Tappen ,der sich ebenfalls in Wißmannsdorf typisieren ließ: „Was kann es schöneres geben, als einem Menschen das Leben zu retten.“  Ergänzt wurden die Antrittsgelder des Golfturniers durch die Beiträge, die die Besucher auf der Golfanlage für einen Schnupperkurs bezahlten, weitere Spenden und Einnahmen aus dem Getränkeverkaufs ergaben letztendlich 1500 Euro. „Diese Welle der Unterstützung ist auch für Bernd ein toller Antrieb“, verriet Wanken, der im ständigen Kontakt mit dem jungen Patienten steht, der derzeit zu weiterer Behandlung in Freiburg weilt. Weil immer noch kein geeigneter Spender in Sicht ist, fließen diese Einnahmen in die weitere Suche. „Das gibt uns allen sehr viel Kraft, zu sehen, dass wir in dieser Situation nicht alleine sind und so viele Menschen aus der Region sich spontan für Bernd engagieren“, freute Lonien, Bernds Tante, die gemeinsam mit Wanken den riesigen Scheck entgegen nahm.  Sie war erst am Vormittag aus Freiburg in die Eifel zurückgekehrt: „Das wird Bernd freuen, wenn wir ihm morgen von dieser Spende erzählen.“ Aber trotz dieser guten Nachricht, ein Wermutstropfen bleibt, ein Spender ist noch nicht gefunden. „Die Zeit drängt, hier geht es um Bernds Leben“, sagt Wanken und kündigt an, dass in den kommenden Wochen noch einige Aktionen folgen, „damit wir Bernd endlich helfen können.“  Wenn denn ein Spender gefunden ist, dann stehen Bernds Heilungschancen zwischen 40 und 80 Prozent, je schneller ein Spender umso größer die Überlebenschance. jr

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Golf im Kampf gegen Leukämie

von Eifel // Weit Lesezeit: 2 min
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