24 Millionen Euro für umweltfreundliche Landwirtschaft

Eifelkreis. Um die Artenvielfalt unserer Kulturlandschaften zu erhalten, bewirtschaften sie Grünland, legen Blühstreifen am Ackerrand an oder praktizieren eine vielfältige Fruchtfolge: Für ihr Umweltengagement sind Landwirte und Winzer in Rheinland-Pfalz 2013 mit rund 24 Millionen Euro von EU, Bund und Land gefördert worden.

Eifel//Weit.de

„Insgesamt bewirtschaften derzeit rund 6.620 Landwirte 141.000 Hektar Acker- und Rebfläche besonders umweltschonend, das ist ein Fünftel der landwirtschaftlich genutzten Fläche in Rheinland-Pfalz“, sagte Landwirtschaftsministerin Ulrike Höfken. Im Vergleich zum vergangenen Jahr sei die Auszahlungssumme bei den Agrarumweltmaßnahmen – dem Programm Agrar-Umwelt-Landschaft (PAULa) – stabil geblieben. Eine Steigerung sei insbesondere beim Ökolandbau zu verzeichnen: Hier haben sich 72 Betriebe mehr als im Vorjahr für die ökologische Wirtschaftsweise entschieden.

Innerhalb der Agrarumweltmaßnahmen kommt dem ökologischen Landbau eine besondere Bedeutung zu. Im Jahr 2013 wurden 949 rheinland-pfälzische Öko-Betriebe  mit rund 10,1 Millionen Euro gefördert. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer  Steigerung um acht Prozent bzw. 72 Betrieben. 42.000 Hektar werden aktuell ökologisch bewirtschaftet, das sind 10 Prozent mehr als im Vorjahr.

Ein weiterer Schwerpunkt der Agrarumweltmaßnahmen ist die Förderung der extensiven Grünlandbewirtschaftung, die in der Regel mit Mutterkühen, Schafen und Ziegen erfolgt. „In umweltverträglich genutzten Wiesen und Weiden sind unzählige Pflanzen- und Tierarten zu Hause. Zugleich ist dieses Dauergrünland ein wichtiger Kohlenstoffspeicher“, betonte Höfken. In diesem Jahr wurden in Rheinland-Pfalz 42.800 Hektar Dauergrünland mit rund 5,2 Millionen Euro gefördert.

Erstmals hat das Land 2013 die Programmvariante „Vielfältige Fruchtfolge“ angeboten. Rund 100 Landwirte haben sich im Zuge dieser Maßnahme verpflichtet,  mindestens fünf  verschiedene Kulturen und acht Prozent Eiweißpflanzen (Leguminosen) wie Erbsen, Bohnen und Luzerne anzubauen. Für 10.700 Hektar Ackerfläche wurden rund 730.000 Euro ausgezahlt. „Mit der Vielfalt auf dem Acker verringert sich der Schädlingsdruck, was einen geringeren Einsatz von chemischen Pflanzenschutzmitteln zur Folge hat“, erklärte Höfken. Nicht zuletzt verbessere die größere Vielfalt auf den Äckern das Nahrungsangebot für Bienen und Insekten und schaffe ein abwechslungsreiches Landschaftsbild.

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24 Millionen Euro für umweltfreundliche Landwirtschaft

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