Bitburg will Landesgartenschau 2022

Stadtrat Bitburg und Kreistag sind sich in diesem Fall einig: Wenn die Bitburger US-Housing in zwei Jahren zurück an die Stadt fällt, dann soll das Areal nach Modell des Trierer Petrisbergs durch eine Landesgartenschau aufgewertet werden. Ein ähnliches Modell verfolgt auch die Stadt Landau, die in diesem Jahr die Landesgartenschau auf einem alten Militärgelände ausrichtet. Kreis und Stadt wollen diese Art der Entwicklung für das Jahr 2022.

Wer den Trierer Petrisberg kennt, der weiß, was sich dort seit der Landesgartenschau im Jahr 2004 entwickelt hat. Moderne trifft auf Tradition auf Landschafts und Gartenarchitektur auf steigende Immobilienpreise. Ähnliches dürfte sich der Bitburger Stadtrat auch ausrechnen, denn der Rat hat ein Planungsbüro mit der Ausarbeitung der Bewerbung für die Landesgartenschau 2022 (LGS 2022) beauftragt.

Nach Aussage der amerikanischen Streitkräfte steht eine Freigabe der Bitburger US-Housing im Jahr 2017 an. Die Konversion, also Umwandlung des rd. 62 ha großen Geländes für eine zivile Nachnutzung, wird die Stadt Bitburg und das Umland vor eine große Herausforderung stellen.

Alte Kaserne Bitburg

Alte Kaserne (hier im Bild) und US-Housing sind die Infrastrukturprojekte in der Kreisstadt. Eifelweit-Foto: J. Rossler

Der Bitburger Stadtrat und der Kreistag des Eifelkreises Bitburg-Prüm sind sich darüber einig, dass die Ausrichtung einer Landesgartenschau 2022 in Bitburg Initialzündung und Motor für eine positive Stadt- und Regionalentwicklung werden könnte. Außerdem könnte durch die Landesgartenschau das Mammutprojekt, die US Housing von einer militärischen in eine zivile Nutzung zu überführen, einfacher gestemmt werden.

Nachdem Umweltministerin Ulrike Höfken Anfang Oktober 2015 das Bewerbungsverfahren für die LGS 2022 eröffnet hat, will die Stadt Bitburg in Kooperation mit dem Eifelkreis Bitburg-Prüm diese Chance nun am Schopfe packen. Beide Gremien haben sich jüngst einstimmig für eine Bewerbung der Stadt Bitburg ausgesprochen.

US-Housing Bitburg

Auf dem Gelände der US-Housing in Bitburg soll die Landesgartenschau 2022 über die Bühne gehen. Foto: Stadt Bitburg

Der Bitburger Stadtrat hat in einer Sondersitzung am 22. Oktober entschieden, welches Planungsbüro die Bewerbung erstellen soll. Zur Auswahl standen drei qualifizierte und renommierte Planungsbüros. Mit der Arbeit wird nun mit Hochdruck begonnen. Schon bald werden die Bürger informiert und auch in den Planungsprozess einbezogen werden. Die Bewerbung, so die Leitlinien des Umweltministeriums, muss bis zum 31.03.2016 bei der Projektgesellschaft Landesgartenschau Rheinland-Pfalz eingereicht werden.

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Bitburg will Landesgartenschau 2022

von Eifel // Weit Lesezeit: 2 min
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