Traum vom Bit-Airport geplatzt

Um 14 Uhr wurde in Bitburg über das Projekt Bit-Airport entschieden. Der Aufsichtsratvorsitzende der Flugplatz Bitburg GmbH, Michael Billen, verkündete, dass der Projektentwickler Frank Lamparski nicht die geforderten 30 Millionen Euro vorweisen konnte. Deshalb werden die Stadt Bitburg und der Eifelkreis Bitburg-Prüm nicht ihre Anteile an den Luxemburger Unternehmer verkaufen.

Es war eine Pressemitteilung, eine Seite. Darin steht, dass das Geschäft mit Projektentwickler Frank Lamparski nicht zustande gekommen ist. Der Luxemburger Unternehmer hatte es nicht vermocht, die Anfangsfinanzierung von 30 Millionen Euro zu stämmen. Das Geld sollte auf einem projektgebundenen Konto einer Luxemburger Bank eingehen. Anschließend hätte Lamparski die Anteile von Stadt Bitburg und die des Eifelkreises Bitburg-Prüm übernehmen sollen.

380 Millionen Euro für den Flugplatz Bitburg

Insgesamt plante der Projektentwickler ein Investment von 380 Millionen Euro. Das Geld sollte von einem Investor aus Asien bereit gestellt werden. Mit den asiatischen Millionen in der Tasche sollte der ehemalige Nato-Flugplatz zum Bit-Airport, einem Passagier und Frachtflughafen ausgebaut werden. Dieses Vorhaben ist gescheitert. Trotzdem hält die Flugplatz GmbH an der fliegerischen Nutzung des Konversionsprojekts fest. „Die Flugplatz Bitburg GmbH wurde mit der Absicht errichtet, den Verkehrslandeplatz Bitburg zu entwickeln und zu betreiben.“ Heißt es etwas ungelenk in dieser Pressemitteilung.

Wiederstand von Kreis und Land

Kurz nach dem bekannt wurde, dass das Geschäft mit Lamparski nicht zustande kam, meldeten sich Joachim Streit, Landrat des Eifelkreises Bitburg-Prüm und die rheinland-pfälzische Wirtschaftsministerin Eveline Lemke zu Wort. „Wir haben jetzt festzustellen, dass weder ein tragfähiger und geprüfter Businessplan noch das in Aussicht gestellte Geld vorliegen. Das Projekt Bitburg Airport ist damit nicht realisierbar. Mit dem Scheitern des Projektes Bitburg Airport sind für mich auch die Pläne für eine große fliegerische Nutzung in Bitburg beendet.“ Mit diesen Worten verabschiedete sich der Landrat vom Projekt.

Flugplatz-Flächen sollen für regenerative Energien genutzt werden

„Der bestehende Masterplan, der eine Flughafennutzung vorsieht, muss nun an die tatsächlichen Möglichkeiten angepasst werden. Leider sind die geweckten Erwartungen nicht erfüllt worden, sie haben sich nun quasi in Luft aufgelöst.  Das Wirtschaftsministerium wird zeitnah eine Lenkungsgruppe einrichten und diese moderieren“, sagte Wirtschaftsministerin Lemke in einer Pressemitteilung. Laut Plänen der Wirtschaftsminiserin soll das Areal  für regenerative Energien genutzt werden.

Diese Alternative dürfte den Flugplatz-Befürwortern allerdings nicht in den Sinn kommen. Schließlich will die Flugplatz GmbH weiterhin die fliegerische Nutzung für den Bitburger Flugplatz. Aber bekanntlich ist Papier geduldig und einem schriftlichen Bekenntnis müssen Taten folgen. Ob dies nach 17 Jahren des Ringens noch dem Zeitgeist entspricht, ist eine andere Frage, doch diese sollte nun schnell geklärt werden, denn weitere 17 Jahre wären dann schon fast ein halbes Jahrhundert…

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Traum vom Bit-Airport geplatzt

von Eifel // Weit Lesezeit: 2 min
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