TBB verliert gegen Skyliners

Die Trierer Basketballer der TBB haben gegen die Skyliners aus Frankfurt den dritten Sieg in Folge verpasst. In drei von vier Vierteln war das Team von TBB-Head Coach Henrik Rödl den Gästen aus Hessen unterlegen und verloren mit der Schlusssirene verdient 75:85.

Eifel//Weit.de

Trier. Frankfurt gelang zu Beginn ein 6:0-Lauf mit Punkten von Andrew Rautins, Danilo Barthel und Konstantin Klein – 3:8 stand es nach drei Minuten, bevor Trevon Hughes Trier fast im Alleingang wieder heranbrachte: Frankfurt führte mit 8:18, dann gelangen Hughes sieben Punkte in Folge: 15:18. Doch Frankfurt spielte eine kontrollierte, schnelle Offensive, ließ den Ball gut laufen und fand immer wieder den freien Mann. Meistens hieß der Rautins, manchmal auch, wie mit der Schlusssirene des ersten Viertels, Jacob Burtschi. Der Dreier des US-Amerikaners bedeutete den 20:29-Zwischenstand.

Burtschi macht nahtlos weiter, markiert fünf Punkte in Folge zum 20:34; langsam wurde es komfortabel für die Skyliners. Trier wehrte sich, kam mit Punkten von Bucknor, Hughes und Chikoko auf 27:34 heran, zwang Gordon Herbert so zur Auszeit. Doch insgesamt waren es immer noch die Gäste, die den Spielverlauf diktierten, die immer noch einen sehr disziplinierten Basketball spielten. Ein Dreier von Warren Ward verhinderte Schlimmeres (32:42), dennoch sah es zur Halbzeitpause beim 36:49 nicht gut aus für die Mannschaft von Henrik Rödl.

Doch ein Basketballspiel besteht aus zwei Hälften – und Trier wollte nicht nach der ersten Hälfte schon Schluss machen. Die TBB kommt mit Dampf aus der Kabine, Laurynas Samenas verkürzt per Dreier auf 41:49, Vitah Chikoko lässt Barthel mit einem schönen Headfake unter dem Korb aussteigen und trifft zum 46:52 – wieder nimmt Herbert die Auszeit um den Lauf zu stoppen.

Trier ackerte unermüdlich, angeführt vom starken Trevon Hughes versuchte die TBB den Vorsprung zu verringern. Demgegenüber standen immer wieder Nadelstiche, die Andrew Rautins und Johannes Voigtmann setzen konnten, weil die Frankfurter Offensive sie gut freispielen konnte – wie beim 56:63, als Voigtmann viel zu freie Bahn hatte und per Dunking vollenden konnte. Das Spiel schien allerdings langsam in Trierer Richtung zu kippen. Jermaine Bucknor erkämpft sich den Ball auf Höhe der eigenen Grundlinie,den folgenden Ballbesitz schließt Warren Ward per Dreier zum 61:63 ab. Dann bringt Frankfurt den Ball nicht innerhalb der vorgeschriebenen acht Sekunden über die Mittellinie Trier bekommt den Ball zugesprochen, wieder vollendet Ward per Dreier: 64:63 nach einem dritten Viertel, in dem die Trierer Defense endlich ordentlich zugepackt hatte und vorne die Würfe fielen.

Andrew Rautins und Trevon Hughes spielen ihr Privatduell weiter, es folgt zu Beginn des vierten Viertels ein wahrer Dreier-Shootout, auch Konstantin Klein, der den gefeuerten Dawan Robinson trefflich auf der Aufbauposition vertritt, trifft von jenseits der 6,75m. Doch Trier hat die Führung nach dem 67:66 durch Hughes wieder abgegeben, kommt nicht mehr näher als 70:71 (wieder Hughes) bzw. 73:74 (Samenas, ebenfalls für 3). Auch aus dem 75:76 nach einem schönen Alley Oop von Vitalis Chikoko können die Hausherren kein Kapital schlagen; Frankfurt kann immer wieder kontern. Konstantin Klein erhöht wieder die Führung, dann passiert letztlich Spielentscheidendes: Chikoko springt auf Rautins Dreierversuch, der Pfiff von Moritz Krüper kommt, frei nach Wallenstein, “spät, doch er kommt”. Rautins verwandelt drei von drei Freiwürfen zum 75:81, die TBB kommt in der Folge nicht mehr zum Korberfolg – die Aufholjagd hat Triers kleine Rotation (ohne Mönninghoff, Canty und mit nur wenigen Minuten von Seiferth) zuviel Kraft gekostet, auch Hughes’ Würfe finden jetzt nicht mehr ihr Ziel. Die FRAPORT SKYLINERS gewinnen am Ende diszipliniert und daher verdient mit 75:85.

Henrik Rödl, TBB Trier:
“Glückwunsch an Gordie und sein Team, die das Spiel verdient gewonnen haben. Sie haben mehr Disziplin von der ersten bis zur letzten Minute an den Tag gelegt. Uns hat in einigen Situationen die Konzentration gefehlt. 49 Punkte zur Halbzeit sind zuviel, auch wenn Frankfurt heute einen guten Tag hatte und alles getroffen hat – das darf unserer Defense in unserer eigenen Halle nicht passieren. In der zweiten Hälfte haben wir gekämpft und sind zurück gekommen, konnten das Spiel aber nicht drehen. Man darf nicht vergessen, dass uns viele Alternativen fehlen, da muss jeder über 40 Minuten alles geben. Daher waren wir heute nicht konstant genug, deshalb hat Frankfurt verdient gewonnen.”

Gordon Herbert, FRAPORT SKYLINERS:
“Ich bin zuallererst stolz auf meine Mannschaft. Wir haben das letzte Spiel gegen Ludwigsburg sehr unglücklich hergegeben, und ich bin sehr stolz darauf, wie die Jungs reagiert haben. Das war eine gute Mannschaftsleistung meiner Spieler. Man muss Danilo (Barthel) und Konsti (Konstantin Klein) herausheben; für Konsti ist es nicht einfach, hier 30 Minuten den Point Guard zu spielen und die Offensive zu dirigieren, aber er hat das hervorragend gemacht.”

Für Trier: Petric (0), Ward (11), Hughes (29), Seiferth (0), Schmidt (3), Buntic (n.e.), Wenzl (n.e.), Samenas (6), Chikoko (14), Bucknor (10), Anderson (2).

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TBB verliert gegen Skyliners

von Eifel // Weit Lesezeit: 3 min
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