Arbeitsmarkt sucht Arbeitnehmer

In der Region Trier sind mehr als 4000 Stellen unbesetzt. Die Arbeitslosenquote ist im Vergleich zum Januar gesunken und die Geschäftsführerin Edeltraud Nikodemus spricht von einer frühen Belebung des Arbeitsmarktes in diesem Jahr. Traditionell gilt der Februar als Monat mit den höchsten Arbeitslosenquoten im Jahreslauf. In Trier ist dies anders.

Rekordhoch bei offenen Stellen

Ein neues Rekordhoch verzeichnet die Trierer Agentur für Arbeit. Noch nie hätte es so viele offene Stellen in der Region gegeben, heißt es von der Arbeitsagentur. Aktuell stehen den Arbeitssuchenden der Region 4.078 Jobs zur Verfügung. Im Februar wurden insgesamt 1.352 Stellenangebote gemeldet. Besonders gut sind die Chancen in der Zeitarbeit (984 gemeldete Stellen), im verarbeitenden Gewerbe (465 Jobangebote), im Gastgewerbe (451 Ausschreibungen), im Gesundheits- und Sozialwesen (394 Stellenangebote) und im Handel (384 Ausschreibungen).

Arbeitsmarkt in der Region Trier

Foto: Agentur für Arbeit

Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt

In der Region Trier waren im Februar 12496 Menschen als Arbeitssuchende registriert.  Dies entspricht in etwa der Einwohnerzahl der Kreisstadt Bitburg. Gegenüber dem Januar konnten 265 Frauen und Männer eine neue Arbeitsstelle antreten. Die Arbeitslosenquote ist von 4,5 auf 4,4 Prozent gesunken. Der Frühjahrsaufschwung auf dem Arbeitsmarkt würde in diesem Jahr erfreulich früh einsetzen, sagt Edeltraud Nikodemus, operative Geschäftsführerin der Trierer Agentur für Arbeit. Gründe dafür seien einerseits über den Winter weniger Mitarbeiter entlassen worden und andererseits wären diejenigen, die saisonbedingt ihre Jobs verloren hätten, früher wieder eingestellt worden. „Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt derzeit sehr aufnahmefähig“, sagte Nikodemus und sprach über das Gastgewerbe.

Gastronomen suchen Arbeitskräfte

Gastronomen hätten in den vergangenen vier Wochen 169 neue Stellen gemeldet. Im Vergleich mit dem Vorjahr ist dies ein Plus von sechs Prozent. Gleichzeitig wurden weniger Menschen im Gastrogewerbe arbeitslos. Laut Arbeitsagentur waren die Arbeitslosmeldungen gegenüber dem Vorjahr um 17 Prozent gesunken.

Rekordmarke bei freien Stellen

Die Arbeitsagentur verzeichnet ein Plus von 22 Prozent an gemeldeten Stellenangeboten im Vergleich zum Vorjahr. Allein im Februar meldeten Arbeitgeber mehr als 1.350 Stellenangebote. „Noch nie gab es in unserer Region so viele freie Stellen“, sagt Nikodemus. Zum ersten Mal seit der statistischen Erhebung von Stellenangeboten Ende der 1990er Jahre wurde ein Wert von über 4.000 freien Jobs erreicht.

Kaum Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Es gibt aber auch Verlierer. Die Zahl der Langzeitarbeitslosen sinke nur langsam, heißt es bei der Agentur für Arbeit. Die Ausländerarbeitslosigkeit sei im Vergleich zum Vorjahr um fast 16 Prozent gestiegen. Den langzeitarbeitslosen Bürgern stünden spezielle Förderprogramme zur Verfügung, sagt Nikodemus.  Diese Förderprogramm würden dazu beitragen, größere Probleme, die einer Arbeitsaufnahme im Wege stehen, zu lösen. Die Herausforderung der nächsten Jahre wird sein, Flüchtlinge fit für den Arbeitsmarkt zu machen und sie so zu qualifizieren, dass sie wertvolle Mitarbeiter für unsere regionale Wirtschaft werden, sagt Nikodemus. Damit das gelinge werde, müsste andere staatliche Einrichtungen, Unternehmer und Flüchtlingen an einem Strang ziehen. „Als Arbeitsagentur beraten wir Asylsuchende und Arbeitgeber gleichermaßen und vermitteln Arbeits- und Ausbildungsstellen.“

Eifelkreis hat niedrigste Arbeitslosenquote

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm ist die Arbeitslosigkeit besonders niedrig. Mit 1.794 arbeitslosen Menschen sind 39 Personen weniger als im Vormonat und 138 weniger als im Vorjahresmonat arbeitslos. Im Vergleich zum Januar stagniert die Arbeitslosenquote zwar bei 3,5 Prozent, im Vergleich zum Vorjahr ist sie jedoch um 0,3 Prozentpunkte gesunken.

 

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Arbeitsmarkt sucht Arbeitnehmer

von Eifel // Weit Lesezeit: 2 min
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