Kommunale Netze Eifel ausgezeichnet

Die Kommunalen Netze Eifel wurden ausgezeichnet. Das Verbundprojekt erhielt den Preis im Wettbewerb „Deutschland – Land der Ideen 2015“.

„In der Westeifel wird erstmals eine Infrastruktur geschaffen, die Wasser, Strom, Erdgas, Biogas und Breitband zusammen bringt und damit eine Modellösung für die Versorgung in ländlichen Räumen darstellt“, sagte Umweltstaatssekretär Thomas Griese in Prüm beim „Landfest Eifel“, der Feier zur Preisverleihung. Laut Staatssekretär werde eine zentrale Leitungstrasse für Wasser, Energie und Kommunikation zur Lebensader für eine ländliche Region. Dies habe die Jury berücksichtigt, als der Preis an dieses Projekt der KNE vergeben wurde. Besetzt war die Jury mit Vertretern aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik.

Die Kommunalen Netze Eifel wurden für Verbundprojekt ausgezeichnet. Logo: KNE

Die Kommunalen Netze Eifel wurden für Verbundprojekt ausgezeichnet. Logo: KNE

Der Vorschlag kam von Umweltministerin Ulrike Höfken, sie hatte angeregt,  an diesem Wettbewerb teilzunehmen. Mit Erfolg, wie sich nun herausgestellt hat. Die neue Trasse wird bald von der nördlichen Landesgrenze zu Nordrhein-Westfalen bis nach Trier im Süden auf einer Strecke von rund 80 Kilometern verlaufen. In der Eifel können durch das neue Verbundsystem rund 245.000 Bürger davon profitieren, 27.000 Haushalte könnten in den Genuss eines schnellen Internetanschlusses kommen.

Das Umweltministerium wird das Regionale Verbundsystem Westeifel in den kommenden acht Jahren mit rund 25 Millionen Euro fördern. Die Voraussetzung hierfür sei mit dem 2013 von der Landesregierung eingeführten „Wassercent“ geschaffen. „Der Wassercent ist zweckgebunden und kommt für den wasserwirtschaftlichen Bereich des Projekts zum Einsatz“, erläutert der Staatssekretär.

Um die Ziele des Projekts zu verdeutlichen, entwarf Griese eine Vision der Westeifel im Jahr 2022: Die Trinkwasserversorgung in der Region werde dann gesichert sein. Kommunen und Industrie würden ihre Energie weitgehend aus erneuerbaren, regionalen Quellen beziehen. Die von der Landwirtschaft erzeugte Bioenergie werde die wetterbedingten Schwankungen der Wind- und Solarenergie ausgleichen. Und ein modernes Breitbandnetz werde die Voraussetzung für hochwertige Arbeitsplätze schaffen. Griese: „Insgesamt wird das Verbundprojekt die Wertschöpfung in dieser ländlichen Region steigern und damit eine Zukunftsperspektive für die Westeifel schaffen.“

Die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ zeichnet mit dem Wettbewerb „Ausgezeichnete Orte im Land der Ideen“ 100 Projekte aus, die Digitalisierung und Vernetzung vorantreiben. Das Land Rheinland-Pfalz hat acht Auszeichnungen erhalten. Das Projekt der KNE ist das einzige Infrastrukturprojekt darunter.

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Kommunale Netze Eifel ausgezeichnet

von Eifel // Weit Lesezeit: 2 min
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